High School im Ausland in Spanien: Erfahre mehr über spanische Noten und Zeugnisse

Wie ist das spanische High-School-System organisiert?

Als Austauschstudent in Spanien, besucht ihr den Unterricht an einer regulären spanischen High School zusammen mit euren neuen spanischen Klassenkameraden. Bevor ihr mit eurem Programm 'High School Abroad' in Spanien beginnt, informiert euch mehr darüber, wie das spanische Schulsystem organisiert ist.

1. Spanischer Schuljahreskalender

Spanische Schüler beginnen die Schule Mitte September und beenden das Schuljahr in der 3. Woche im Juni. Das Schuljahr ist in 3 Trimester unterteilt, mit Prüfungen am Ende jeder Periode. Es gibt Schulferien zu Weihnachten/Neujahr (2,5 Wochen Ferien) und über Ostern (etwa 10 Jahre) sowie 2,5 Monate für den Sommer.

2. Spanische Schulwoche

Die Schultage dauern in der Regel von 8 bis 14 oder 15 Uhr. Jeder Unterricht dauert 50 Minuten. Am Ende des Vormittags gibt es eine Pause (20 bis 30 Minuten). Eure Schule kann aber auch anders organisiert sein. Ihr werdet wahrscheinlich zu Hause zu Mittag essen. Nachmittags oder abends habt ihr Hausaufgaben zu erledigen.

3. Spanisches Schulsystem

Spanische Schüler besuchen die obligatorische Schule bis zum Ende der 10. Klasse, genannt 4°ESO. Danach können die Schüler wählen, ob sie das Bachillerato für 2 weitere Jahre (Klasse 11 und 12) vorbereiten wollen. Das ist optional.

Klasse 11 und 12 sind vollständig der Vorbereitung auf das Bachillerato (16-18 Jahre alt) und dem Studium an Universitäten gewidmet:
• 1º des Bachillerato (16 Jahre alt, entspricht der 11. Klasse).
• 2º des Bachillerato (17 Jahre alt, entspricht der 12. Klasse).

Erhalten Ratschläge zum spanischen Schulsystem

Welche unterschiedlichen Arten von High Schools gibt es in Spanien?

Spanische Schüler*innen lernen in öffentlichen, semi-privaten (concertados) und privaten Schulen. Bei Eurem High School Aufenthalt in Spanien besucht ihr eine dieser Schultypen. Erfahrt mehr über die verschiedenen Arten von High Schools in Spanien:

1. Öffentliche Schulen (so genannte Colegios Públicos)

Wichtige Merkmale:
• Finanzierung: Diese Schulen werden vollständig vom spanischen Staat finanziert;
• Curriculum: Sie lehren den nationalen Lehrplan (festgelegt vom spanischen Bildungsministerium);
• Sprachen: Sie unterrichten in der Regel auf Spanisch, in einigen Regionen werden jedoch auch regionale Sprachen (Katalanisch, Baskisch, Galicisch) verwendet;
• Ausstattung: Standardausstattung ist zu erwarten;
• Schüler*innen: Die Schüler*innenschaft spiegelt die lokale Bevölkerung wider.

Was sind die Vorteile für Austauschschüler*innen in Spanien?
• Günstigere Programmkosten;
• Kontakt zur spanischen Gesellschaft;
• Hochwertige Bildung.

Was ist zu erwarten:.
• Öffentliche Schulen haben normalerweise größere Klassen;
• Es wird wenig Flexibilität im Lehrplan oder bei außerschulischen Aktivitäten geben;
• Normalerweise gibt es keinen zweisprachigen Unterricht.

2. Semi-private Schulen (so genannte Colegios Concertados)

Wichtige Merkmale:
• Finanzierung: Bis zur 10. Klasse teilweise staatlich finanziert; ab der 11. Klasse handelt es sich um vollständig private Schulen;
• Trägerschaft: Diese Schulen gehören normalerweise privaten Organisationen an, wie etwa religiösen Organisationen, aber nicht immer;
• Curriculum: Ähnlich wie öffentliche Schulen lehren sie den nationalen Lehrplan, bieten aber möglicherweise auch einige religiöse Klassen oder mehr Fremdsprachen an;
• Sprachen: Es können zweisprachige Angebote in diesen Schulen vorhanden sein;
• Ausstattung: Man kann mit einer etwas besseren Ausstattung als in öffentlichen Schulen rechnen.

Was sind die Vorteile für Austauschschüler*innen in Spanien?
• Ausgewogene Programmkosten: bis zur 10. Klasse erheben sie keine privaten Studiengebühren; ab der 11. Klasse müssen private Studiengebühren gezahlt werden;
• Kleinere Klassen und mehr außerschulische Aktivitäten;
• Zweisprachige oder internationale Programme sind häufig.

Was ist zu erwarten:
• Höhere Studiengebühren ab der 11. Klasse;
• Ggf. Religionsunterricht.

3. Private Schulen (so genannte Colegios Privados)

Wichtige Merkmale:
• Finanzierung: Der spanische Staat finanziert diese Schulen nicht; die leiblichen Eltern müssen Studiengebühren zahlen.
• Trägerschaft: Diese Schulen sind unabhängig und privat geführt.
• Curriculum: Sie bieten möglicherweise den nationalen Lehrplan und/oder internationale Lehrpläne oder Diplome an, wie das IB, die britischen GCSE und A-Level, das französische Baccalaureate usw.
• Sprachen: Sie bieten normalerweise mehr zweisprachige Bildung an.
• Ausstattung: Man kann ausgezeichnete Bildungseinrichtungen erwarten, auch für Sport und Kunst.

Was sind die Vorteile für Austauschschüler*innen in Spanien?
• Der Lehrplan ist internationaler und manchmal flexibler;
• Die Klassen sind normalerweise kleiner, so dass man möglicherweise mehr persönliche Betreuung erhält;
• Man kann von einem breiten Angebot an außerschulischen Aktivitäten profitieren;
• Absolvent*innen haben möglicherweise Möglichkeiten, im Ausland auf College- und Universitätsniveau zu studieren.

Was ist zu erwarten:
• Die Programmkosten werden höher sein;
• Es kann sein, dass man sich weniger in die örtliche Gemeinschaft integriert fühlt, während man mehr mit internationalen Schüler*innen interagiert;
• Einige Schulen können sehr wettbewerbsintensiv sein.

Erfahre mehr über High School Aufenthalte in Spanien

Wie wirst du als Austauschschüler*in in Spanien benotet?

Das Verständnis des spanischen Notensystems ist für Austauschschüler*innen, die in Spanien studieren möchten, unerlässlich, da es sich von den Notenskalen in anderen Ländern unterscheiden kann. Erfahre mehr über das spanische Notensystem.

Notenskala:

Die nach den Abschlussprüfungen erhaltenen Noten sowie die kontinuierliche Beurteilung entscheiden darüber, ob der/die Schüler*in das Schuljahr bestanden hat oder nicht. Spanische Schulen verwenden eine 10-Punkte-Skala.

  • 9–10: Sobresaliente (Hervorragend)
  • 7–8.9: Notable (Sehr gut)
  • 6–6.9: Bien (Gut)
  • 5–5.9: Suficiente (Ausreichend)
  • 0–4.9: Insuficiente (Ungenügend/Durchgefallen)

Eine Note von 5 oder höher gilt als bestanden, während alles unterhalb von 5 als Durchfallen gilt.
Quelle: Wikipedia

Hier ist eine ungefähre Vergleichstabelle zwischen US- und spanischen Noten:

9-10 : A bis A+
8-8,99 : A-
7-7,99 : B+
6-6,99 : B
5,50-5,99 : B-
5-5,49 : C-D
4-4,99 : E-F

Schaut euch dieses spanische Zeugnis an. Dies ist ein typisches Zeugnis der 10. Klasse, das ein*e Schüler*in für das 2. Trimester an einer spanischen High School erhalten hat.
SB (sobresaliente): 9-10
NT (notable): 7-8
BI (bien): 6
SU (suficiente): 5
IN (insuficiente): 1-4

Starte dein High School Study Abroad-Programm in Spanien

Was sollte ich als Austauschschüler*in in Spanien tun, um gute Noten zu erhalten?

Während eures High School Aufenthalts in Spanien möchten eure spanischen Lehrer*innen sehen, dass ihr euch bestmöglich einbringt und dass ihr Bemühungen unternehmt, um euch dem spanischen Schulsystem und den Anforderungen anzupassen.

Hier ist unser Top 10 Ratgeber für gute Noten während eurem High School Study Abroad-Programm in Spanien:

1. Eure Anwesenheit muss hervorragend sein: Ihr müsst jeden Tag zur Schule gehen, es sei denn, ihr seid krank;
2. Ihr müsst vorbereitet zur Schule kommen: ausreichend schlafen, nicht zu spät aufbleiben an Wochentagen und alle notwendigen Materialien und Lehrbücher dabei haben;
3. Zeigt Interesse im Unterricht und versucht, mitzuarbeiten;
4. Bittet eure Klassenkameraden*innen, ihre Notizen zu verwenden, zumindest in den ersten Wochen, damit ihr euch darauf konzentrieren könnt, die Lehrkraft im Unterricht zu verstehen;
5. Informiert eure Lehrer*in, wenn ihr Schwierigkeiten mit den behandelten Themen habt, und bittet um externe Hilfe oder Ressourcen, damit ihr aufholen könnt;
6. Wenn ihr Englisch als Muttersprache habt, kann es sein, dass ihr im Englischunterricht helfen sollt: Das ist eine großartige Erfahrung, bei der ihr euren Klassenkameraden*innen mit ihrem Englisch helfen könnt;
7. Bereitet euch bestmöglich auf Prüfungen vor, um euer Engagement zu zeigen;
8. Internationale Schüler*innen haben oft das Gefühl, dass die Schule in Spanien ziemlich anspruchsvoll ist, was die Studienzeiten innerhalb und außerhalb des Unterrichts betrifft. Versucht, euch an diesen Zeitplan zu gewöhnen.
9. Macht eure Hausaufgaben: Spanische Schüler*innen haben in der Tat jeden Abend eine Menge Hausaufgaben ("deberes"). Dies ist notwendig, um in der Klasse erfolgreich zu sein.
10. Zeigt immer eure Motivation, gute Leistungen zu erzielen!

Céline Gibassier
Bildungsberaterin

Céline Gibassier ist eine Bildungsberaterin bei Nacel International. Sie teilt ihre Leidenschaft für kulturellen Austausch und Sprachreisen mit Schülern, die im Ausland studieren und neue Erfahrungen sammeln möchten.

Sie studierte an der Sciences Po Strasbourg und verbrachte Zeit im Ausland, was ihr sowohl starkes akademisches Wissen als auch praktische Erfahrung in der Schülermobilität, Programmentwicklung und Koordination von Gastfamilien verleiht.

Basierend in Frankreich hat Céline ein breites internationales Netzwerk im Bereich Sprachreisen und Bildung aufgebaut. In ihrer Rolle hilft sie Schülern und Gastfamilien, gut zusammenzuarbeiten, sorgt für qualitativ hochwertigen Service und unterstützt sinnvolle und lebensverändernde Reiseerfahrungen.